Migration osteuropäischer Juden am Ende des 19. Jhd.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert flohen osteuropäische Juden aus Russland, der Ukraine, Polen und dem Baltikum vor Pogromen in den Westen.

Auch wirtschaftliche Gründe bewegten viele Juden aus ihren Heimatländern auszuwandern.

Ziel der Migration osteuropäischer Juden war meist die USA, aber auch Deutschland und das Gebiet des späteren Staates Israel. In dieser Migarationswelle übersiedelten ca. 50 000 Juden nach Deutschland, 65 000 nach Palästina und knapp 3 Millionen in die USA!

In den jeweiligen Zufluchtsländern bildeten die  – meist orthodoxen – Juden Osteuropas eine ethnisch-religiöse Minderheit: Die jüdischen Gemeinden in den USA und Deutschland waren meist assimilierte, liberale Gemeinden, die sich in der Emanzipationszeit stark an die Landesgewohnheiten angepasst hatten.

Die (armen) osteuropäischen Juden waren in den (wohlhabenden) jüdischen Gemeinden nicht übermäßig willkommen.

Aber: Durch die Migration osteuropäischer Juden wuchs die Größe der jüdischen Gemeinden an – und neue und prächtige Synagogen mussten gebaut werden.

 

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