Bamberger Siddur

Vom Leben der jüdischen Gemeinde in Bamberg im Mittelalter kann man heute nur wenig bauliche Spuren sehen. Eine hebräische Handschrift, die 1275 begonnen wurde, existiert jedoch noch heute in der Bayerischen Staatsbibliothek: Der Bamberger Siddur, ein Gebetbuch, das wohl in der jüdischen Gemeinde des Mittelalters benutzt wurde.

Nach der Ausweisung der Juden aus dem Fürstbistum Bamberg 1478 kam es in den Besitz des Dominikanerordens, die diese hebräische Handschrift 1502 dem Nürnberger Arzt und Buchsammler Hartmann Schedel geschenkt haben. Er restaurierte das beschädigte Gebetbuch mit einem neuen Einband und versah es mit einer Notiz zur Geschichte dieses Buchs.

Weiterführende Links zum Bamberger Siddur: 

Der „Bamberger Siddur“: (Msc.add.43 der Staatsbibliothek Bamberg) ; mit einem Restaurierungsbericht und einem Beitrag über die jüdische Landgemeinde Dormitz / Staatsbibliothek Bamberg